Über mich und meine Arbeit
In meinem bisherigen Leben wurde mir immer mehr klar: ich möchte Sinnstiftendes erschaffen, selbstwirksam leben und mein feines Gespür und meine krativität anwenden.
Für mich geht’s bei meiner Arbeit hauptsächlich um drei Dinge: Kunst, Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Räume sind für mich Kompositionen aus Form, Farben, Material, Licht, Details und das entstehende Gefühl der eintretenden Person. Sie sind das, was uns umhüllt.
Räume strahlen eine Qualität aus. Die Oberflächen lassen einen Raum kühl oder warm wirken, fein oder wild, ruhig oder lebhaft.
Je nach Nutzen und Empfinden der Innenwohnenden können wir Räume mit verschiendenen Elementen gestalten. Details machen Räume individuell und zu Kunstwerken. Für all diese Gestaltungen ist der Lehm wie gemacht.
Lehm ist lebendig und lässt sich super formen, wird hart und kann auch wieder aufgeweicht und verändert werden. Diese Lebendigkeit wirkt auf den ganzen Raum. Es ist nicht sofort erklärbar, aber spürbar. Das ist ein anderes Verständnis von Architektur.
Ein weiterer Aspekt eines Raumes ist die Wohngesundheit: wie geht es uns in den Räumen, wie schlafen wir, können wir uns erholen?
All dies sind Aspekte der verwendeten Baumaterialien, daher verwende ich nur Naturbaustoffe für die Raumgestaltungen.
Ich bin in einem alten verwinkelten Fachwerk-Häuschen aufgewachsen – umgeben von Kunst, Handwerk, vielen Farben und kreativen Eltern. Als Kind spielte ich gerne mit Baumaterialien und formte Miniatur-Figuren aus dem, was ich so fand: Erde, Holz, Sand, Pflanzen und was sonst noch so herumlag. Blähton-Kügelchen wurden zum reinspringbaren Bällebad.
In der Waldorfschule bekam meine Krativität einen Raum.
In der Ausbildung lernte ich viel über Farbe, Form und Wirkung, ob im Großen oder im Miniatur- Modellbau.
In der Ausbildung lernte ich viel über Farbe, Form und Wirkung, ob im Großen oder im Miniatur- Modellbau.
Zudem habe ich eine große Faszination, die Schönheiten und Kulturen dieser Welt zu entdecken. Ich verbrachte viel Zeit auf Reisen, wo ich mich auch mit der Landwirtschaft, den Baustilen, Kulturen und Landschaftsformen beschäftigte.
In jeder Region, die ich entdecke, schaue ich nach Lehm, nach Erdtönen, nach Formen und Farbkompositionen. Für mich wurde klar, die Natur ist die größte Künstlerin. Lehmbau ist für mich die Kunst, die die Schönheit der Natur ins Haus bringt.
Die Schnelllebigkeit und die künstlichen Materialien der Bühnenwelt waren schon schnell vorbei für mich. Ich lernte den Lehm kennen, nicht nur für die künstlerische Gestaltung, sondern auch zum Bauen mit all seinen Vorteilen und verliebte mich sehr schnell.
Die Schnelllebigkeit und die künstlichen Materialien der Bühnenwelt waren schon schnell vorbei für mich. Ich lernte den Lehm kennen, nicht nur für die künstlerische Gestaltung, sondern auch zum Bauen mit all seinen Vorteilen und verliebte mich sehr schnell. Das geht so weit, das wenn ich feuchten Lehm rieche mir das Wasser im Mund zusammenläuft.
Von nun an widmete ich mich vor allem dem Lehm und lernte bei anderen HandwerkerInnen. 2015 machte ich die Weiterbildung zur Gestalterin für Lehmputz (HWK) an der Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau. Hier dufte ich von den Urgesteinen des Lehmbaus und Gestaltens lernen.
Seither arbeite ich selbständig in der Gestaltung mit Lehm – mit dem Wunsch, Schönheit zu erschaffen. Ich gebe auch immer wieder Kurse über die Grundlagen, Verarbeitung und Gestaltung von Lehm über ökologisches Bauen und Tadelakt.
Seither arbeite ich selbständig in der Gestaltung mit Lehm – mit dem Wunsch, Schönheit zu erschaffen. Ich gebe auch immer wieder Kurse über die Grundlagen, Verarbeitung, Gestaltung von Lehm über ökologisches Bauen und Tadelakt.
Für mich gehören alle Lebensbereiche zusammen: das Gestalten von Lebensräumen, von Orten, von Landschaften. Das soziale Gefüge, in kooperativen Werken, regional und ökologisch handeln, allen Lebewesen Lebensraum geben. Kreislaufdenken, ökologisches bauen, recyceln, das verwenden was da ist, mehrfunktional.
In der Methode der Permakultur kommen all diese Aspekte zusammen und so machte ich 2024 meinen PDC bei der PIA-Permakulturschule im Alpenraum.
Ob ein Haus oder ein Raum zum Wohlfühlen einlädt, hat noch mehr Komponenten als nur, wie gebaut oder gestaltet wurde.
Der Standort, die Ausrichtung, die Materialien, die Geschichte, die Menschen, die dort leben und lebten, was in der Umgebung ist, in welcher Landschaft, all dies spielt ebenso eine Rolle – die Wechselwirkung zwischen Raum und Mensch. Daher lerne ich seit diesem Jahr die Anwendung der Geomantie kennen in einer 1 Jährigen Ausbildung.
Im Bezug auf den Bau kann die Essenz des unsichtbaren, der Ätherkörper der Pflanzen, Bäume, Elemente im Raum sichtbar gemacht werden.
Seit 2019 baue, lebe und gestalte ich an meinem Kreativort im Allgäu, probiere Techniken aus, und kreiere. Hier entsteht auch ein Kreativort und Bildungsraum, an den ich Lernbegeisterte für Lehmbau, Gestaltung und ökologische Bautechniken einladen möchte.
Eine aktuell in der Umsetzung befindende Vision ist es, mit andern ÖkobauhandwerkerInnen ein Kollektiv zu gründen um gemeinsam mit bestimmten Werten Sinnhaftes erschaffen zu können. Es gäbe ein eingespieltes Team aus allen Bereichen, eine gewerk-übergreifendes Arbeiten, einen gut kommunizierten und gekonnten Ablauf. Eine soziale Struktur könnte so einige zeitraubende Abläufe zu einem handübergreifendem Zusammenwirken bringen.